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Streitschlichtung an der Regionalen Schule „Heinrich Schütz“

 

                  

                          Frau Seemann                      Frau Ilchmann

                           Betreuerinnen  unserer Streitschlichter

I. „Streitschlichtung“ – was ist das überhaupt?

Die Idee, Streitschlichtung in der Schule als Mittel der Gewaltprävention einzusetzen, kommt ursprünglich aus den USA. Als so genannte „mediation“ (= Vermittlung) haben dort erste Versuche gezeigt, dass Schüler/innen unter Gleichaltrigen Konflikte besser zu lösen vermögen, als wenn sich Erwachsene, also die Eltern oder Lehrer/innen, einschalten.

II. Mediation in der Schule?

 

Im menschlichen Zusammenleben - egal ob in der Schule oder anderswo - gab und gibt es immer Konflikte. Die Frage ist nur, wie diese gelöst werden. Daher ist es wichtig, zu lernen, mit ihnen gewaltfrei umzugehen. Sie werden erst dann zu einem Problem, wenn sie nicht geklärt werden oder sich sogar zu Beleidigungen, Verletzungen und Gewalt entwickeln.

Deshalb:

Wende dich im Streitfall an deine Mitschüler, die als Konfliktlotsen ausgebildet sind.

 

Auch Lehrer haben einen Gewinn durch die Streitschlichtung. Ein friedfertiges Miteinander verbessert das Schulklima. Lehrer müssen nicht mehr alle kleineren Konflikte lösen und werden entlastet. Bei schwierigen Fällen können sie sich mit den Streitschlichtern beraten.

 

An der Regionalen Schule „Heinrich Schütz“ werden bereits ab Klasse 5 eine aggressionsarme und eine lösungsorientierte Streitkultur mithilfe des Sozialkompetenztrainings gefördert.

 

Unser Ziel: Schaffung eines Schulklimas, das sich positiv auf die Lernatmosphäre und den Lebensraum Schule auswirkt.

 

III. Das Ausbildungsprogramm für Konfliktlotsen an der Regionalen Schule „Heinrich Schütz“

 

Jedes Jahr werden an unserer Schule interessierte Schülerinnen und Schüler zu Streitschlichtern aus- und weitergebildet.

 

3 bis 4 Mal im Monat trainieren zurzeit 6 Mädchen und 12 Jungen nach dem Unterricht jeweils 90 abwechslungsreiche Minuten.

 

Die Aneignung theoretischer Kenntnisse in der Gruppe und spielerische Aktivitäten in kleinen Übungsgruppen wechseln sich ab. 

 

In Rollenspielen werden die Phasen der Streitschlichtung eingeübt.

 

Einige Bestandteile der Ausbildung :                                               (Foto)

 

*  Aktives Zuhören

*  Ich- Botschaften

*  Körpersprache

*  Lösungswege finden

 

Aktives Zuhören ist Ausdruck des Respekts dem Erzählenden gegenüber.

Die Schülerinnen und Schüler lernen - auch mittels Körperhaltung - ein Gespräch so zu führen, dass der Andere sich verstanden und ernst genommen fühlt.

 

In Ich - Botschaften drücken unsere Streitschlichter eigene Gefühle und Meinungen in der Ich- Form aus, ohne Unterstellungen zu formulieren oder versteckte Vorwürfe zu erheben.

 

Sie erfahren beim Training, dass Ausdrucksformen wie Mimik, Gestik, Tonfall, Körperhaltung oder Handlungen beim Anderen eine Wirkung haben und bestimmte Gefühle auslösen können.

Das Streitschlichtungsgespräch besteht im Wesentlichen aus vier Schritten:

* Vorstellung

* Problemklärung

* Lösungsvorschläge

* Vereinbarungen

S t r e i t e b e n e n

 

a)    kleinere Streitereien è Streitenderegeln selbst!

b)   mittelschweren Konflikten wie Beleidigen, Ausgrenzen, Hänseln, Wegnehmen è Konfliktlotsen helfen den Streitenden!

 

Die Schlichter sind neutral und verschwiegen.

Kein Wort dringt nach draußen!

 

c)    Bei ernsteren Streitfällen : Verletzungen, Diebstahl, mutwilliges Zerstören, dauerndes Beschimpfen è Lehrer schlichten!

 

Also : Wenn ihr selber in einen Konflikt geratet oder einen Streit bemerkt, nutzt die Unterstützung des ausgebildeten Schülerstreitschlichterteams!

 

                                                           

INTERESSIERTE JUNGE LEUTE SIND BEI UNS HERZLICH WILLKOMMEN!

 

Kommt einfach zu einigen Schnupperstunden vorbei è dienstags von 14- 15.30 Uhr (R 311) oder mittwochs von 14- 15.30 Uhr (R 316)

 

Wir sind in der Konfliktlotsengruppe, …

                                                                                                                (Foto)

… damit es auf dem Schulhof keinen Stress gibt.

...  weil es Spaß macht, Anderen zu helfen.

...  weil wir hier etwas für die Zukunft lernen: zum Beispiel dem

     Gesprächspartner in die Augen schauen, Signale der Körpersprache

     verstehen, Gesprächsstrategien, selbstbewusstes Auftreten.

...  weil Wegschauen keine Lösung ist.

 

(Foto)